Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE):

Entwicklung persönlicher Stärke unter Stress
Konflikt- und Motivationsforschung am Arbeitsplatz

DIENSTAGS, 17.30 - 19.00 Uhr, 14-täglich, Hörsaal der Augenklinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Martinistraße 52

Ausnahme am 27.10. 19.00 - 20.30 Uhr Großer Hörsaal im Campus Lehre, Hs N 55

Stress-Situationen lassen sich im beruflichen Alltag nicht vermeiden. Offene persönliche Angriffe, Killerphrasen, Drohgebärden oder subtile Machtspiele sind immer wieder einmal zu verkraften. Um schlagfertig mit verbindlicher Freundlichkeit den Herausforderungen begegnen zu können, müssen Reaktionsmöglichkeiten und Abwehrstrategien bekannt sein. Dem Kennenlernen geeigneter Maßnahmen sollen die angebotenen Themen dienen. Im Anschluss an die Vorträge von rund 45 Minuten Dauer ist eine ebenso lange Diskussion vorgesehen.

Achtung: Termine Vorlesungsreihe WS2009

27.10.2009 Stress-Intelligenz !19.00 - 20.30 Uhr Ian-Karan-Hörsaal!

Durch die richtige Kombination aus Bewegung, Entspannungsritualen, Spiritualität, persönlichen Glaubenssätzen und Methoden zum Ballastabwerfen gelingt es jedem, seine eigene Stress-Intelligenz zu entwickeln.

Prof. Dr. Christoph Bamberger, Medizinische Klinik/ Endokrinologie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

03.11.2009 Die Kunst, Grenzen zu setzen und Überforderungen auszuweichen

Es geht um die Frage, wie man genügend Abstand gewinnen kann, um in Konflikten die eigene Befangenheit einzusehen. Vor dem personalrätlichen Erfahrungshintergrund werden Überlegungen zur Schaffung geeigneter Ressourcen angeboten. Im Wissen darum, dass sich die Vergangenheit nicht ändern lässt, aber erkannte Fehler zukünftig vermieden werden können, bedarf es vor allem ununterbrochener Lernbereitschaft.

Dr. Alfred Fleissner, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

17.11.2009 Selbsthilfemöglichkeiten nutzen

Ein Weg zur Entwicklung persönlicher Stärke unter Stress kann die Mitgliedschaft in einer Selbsthilfegruppe sein. Selbsthilfegruppen sind eine wertvolle Ergänzung zu ärztlicher Behandlung und medizinischer Rehabilitation und können bei der Bewältigung von Lebenskrisen helfen. In Selbsthilfegruppen schließen sich in gleicher Weise betroffene Menschen aus eigener Initiative zusammen, um sich als "Experten in eigener Sache" selbst zu helfen. Selbsthilfegruppen stärken das Selbstbewusstsein, fördern soziale Kontakte und geben Orientierung und neuen Halt.

Dr. Wolfgang Busse, Referent für Selbsthilfeförderung, Leiter KISS Hamburg

01.12.2009 Warum der Spruch "Was uns nicht tötet, macht uns nur härter" gefährlich und eine aktive Stresskontrolle gesünder ist

Meist lassen sich die Ursachen für Stresssituationen nicht einfach beseitigen. Aber man kann lernen, positiv auch mit negativem Stress umzugehen. Erkennen, Eingestehen und Angehen eines Problems sind die hierfür notwendigen Schritte, und Verantwortung übernehmen. Studien belegen, dass Menschen, die in der Lage sind, ihre Situation unter Kontrolle zu bringen, anstatt sie passiv zu ertragen, weniger unter Stress leiden. Medizinische und psychologische Aspekte der Gesunderhaltung werden in diesem Zusammenhang näher beleuchtet.

Dr. Ulrich Meyer-Pannwitt, Facharzt für Chirurgie, Dipl.-Psych., Hamburg

15.12.2009 Mit Anfeindungen umgehen und die Würde erhalten

Selbsterprobte Möglichkeiten, im Angestelltenverhältnis Eigenverantwortung zu übernehmen und Verbündete zu suchen. Der konstruktive Umgang mit Kollegen, mit Konflikten und mit Kritik am Arbeitsplatz ist ebenso bedeutsam wie der Ausgleich durch Sport, Entspannung, Freunde, Lebenseinstellung "Ich bin wertvoll"

Dipl. Ing. Astrid Herbst, Wirtschaftsmediation, Seevetal

12.01.2009 Resilienz - der kluge Umgang mit Krisen und Rückschlägen

Unter dem Begriff Resilienz wird die Widerstandsfähigkeit eines Menschen verstanden, mit Belastungen unter erschwerten Bedingungen in angemessener Weise umzugehen und so die psychische Gesundheit zu erhalten. In einer sich stetig ändernden Umwelt mit neuen Anforderungen und Aufgaben zählt der kluge Umgang mit Krisen zu den Erfolgsfaktoren. Die Resilienzforschung spricht in diesem Zusammenhang von den "7 Säulen der Resilienz", die im Vortrag näher vorgestellt werden.

Anka Kampka, Autorin, Sörgenloch

26.01.2009 Führungsmodelle

Die Arbeitswelt erfordert erfolgreiches Funktionieren und ein immer "gut drauf sein". Können Führungskräfte diesen Anforderungen auf allen Ebenen gerecht werden oder brauchen Unternehmen für die Zukunft einen "Führungsunterschied", der den Unterschied macht? Die emotional intelligente Führungsverantwortung scheint ein Führungsmodell zu sein, das Mitarbeitern/innen, Führungskräften und dem Unternehmen wertschätzend, empathisch und erfolgreich entgegenkommt.

Regina Anna Barz, Dipl. Sp.-Wiss., Mediatorin, Wesenberg

09.02.2009 Verräter in der Schicht - Polizeibeamte, die Polizeiübergriffe anzeigen

Der polizeiinterne Umgang mit illegalem Einsatzhandeln ist weitgehend unerforscht. Polizeibeamte, die solche Übergriffe ans Licht der Öffentlichkeit bringen, haben mit Schwierigkeiten zu rechnen und werden von der Gruppe mit Ausschlusshandlungen (Retourkutschen, Mobbing etc.) bestraft. Der Gruppe drohen Fraktionsbildungen und Arbeitsunfähigkeit. Vorgesetzte scheitern. Der Verräter muss gehen.
Existieren hier Chancen eines konstruktiven Umgangs?

Martin Herrnkind, Diplomkriminologe, Lübeck


Koordination: Dr. Alfred Fleissner, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Termine Vorlesungsreihe WS2009/2010